splash! Festival 20

6-8 Juli 2018
Ferropolis

splash! Festival 20

6-9 Juli 2017

splash! Festival 20

6-9 Juli 2017 •••

K.I.Z., Kollegah, RIN und DCVDNS

Das beste Festival der Welt lädt nicht nur internationale Rap-Hochkaräter in die Stadt aus Eisen. Natürlich versteht sich das splash! 20 auch als Knotenpunkt der heimischen HipHop-Landschaft. Neben erwiesenen Live-Giganten wie K.I.Z, DCVDNS oder dem „King“ Kollegah, werden Boom-Bap-Soldaten wie Witten Untouchable, Umse und der Plusmacher über die Bühnen von Ferropolis marschieren. Zudem wird der Festival-erprobte Deutschrap-Hoffnungsträger und Fashion-Killer Rin seine Solo-Feuertaufe am Gremminer See abliefern. Genug Gründe für Deutschrap-Fans sich die allmählich knapp werdenden Tickets zu sichern, um vom 6. bis zum 9. Juli in Ferropolis dabei zu sein.


K.I.Z.

Seit 2015 rollt das Weltuntergangskommando unermüdlich durch die Lande und predigt eine strahlende Zukunft nach dem Kollaps. Zum Klang des „Kannibalenliedes“ pilgerten abertausende Apokalyptiker in die Hallen landauf- und landabwärts, um die Absolution aus Kreuzberg zu erhalten. „Hurra, die Welt geht unter“ ist bis dato das erfolgreichste Album der „Wichtigsten Band der Welt“ (sic!) und der Grundstein für die glorreiche Revolution der Kannibalen in Zivil. Wir als splash! Festival unterstützen die Übernahme aller politisch relevanten Institutionen durch die neuen, sehr guten Herrscher zu 100% und haben diesbezüglich auch nie etwas anderes getan oder gesagt. Mögen unsere weisen und überaus attraktiven Herrscher gnädig mit unseren Seelen und vor allem dem #splash20 sein.


Kollegah

Vom selbsternannten Boss des Rap-Games zum „King“ und vom King zum „Imperator“: die (Boss-)Transformation von Kollegah dauerte seine Zeit, ist mittlerweile aber in der höchstmöglichen Form gegipfelt. Das 2016 erschienene Album „Imperator“ strotzt wie gewohnt von epischen Beats, beißenden Synthies und ausgeklügelte Reimketten. Und wenn Kollegah nicht gerade mit Jan Böhmermann nackte Männer zeichnet, spielt er Endzeit-Shows auf dem splash! 20.


DCVDNS

2016 war kein leichtes Jahr für den letzten tighten Wei$$en. Deswegen hat man so gut wie nichts gehört von Dominik Christopher von der Nordsee. Sollte jemand mehr über den Verbleib des Künstlers wissen, lasst ihm bitte eine Nachricht zukommen: „Wir vermissen dich DCVDNS. Komm bitte nach Hause, wenn dich diese Nachricht erreicht.“ Wir hoffen auch, dass 2017 alles besser wird.


Rin

Hypebeast Rin erfüllt die deutsche HipHop-Landschaft mit naiver Liebe (nicht nur für die neuste Supreme-Kollektion) und emotionalem Sing-Sang. Er versorgt sowohl Tumblr-Kids und Fuccbois, als auch Streetstyle-Fetischisten mit adäquatem Fashion-Rap auf Deutsch. Der Bietigheim-Bissingen-Local ist also ganz klar Deutschraps Fashion-Killer. Seine Free-EP „Genesis“ war wohl das kitschigste Rap-Release 2016 und um ins neue Jahr zu starten besang er auf „Blackout“ und „Dizzee Rascal Type Beat“ wieder einmal die eine oder andere Street-Style-Brand. Packt also alle Boxlogos und sonstige überteuerte Marken ein, denn bei seinem splash!20-Auftritt wird die Bühne höchstwahrscheinlich zum Runway transformiert.


Umse

Während der halbe Deutschrap-Bezirk von HipHop-Hausen dieser Tage dem Trap-Fieber erlegen ist, setzt die Achse Umse/Deckah auch nach über zehn gemeinsamen Dienstjahren lieber auf Skills, Persönlichkeit und positive Inhalte statt auf plumpe Provokationen für Party-People. Dickflüssige Sample-Beats und grundehrliches Rap-Handwerk, das schon szene-weit Respektsbekundungen von Megaloh bis Flo Mega einstreichen konnte und auch auf dem splash! 20 beweisen wird, wie harmonisch und breitgefächert HipHop auch 2016 noch als Kultur funktioniert. Denn Umse ist ein Live-MC, dem es vor allem um Vibes geht. Oder wie er es sagen würde: „Du musst damit rechnen, dass die Hitze steigt/Denn wo wir sind, sind die Leute in Aufruhr“


Plusmacher

Jahrelang war der Plusmacher im ostdeutschen Untergrund zwischen Magdeburg und Berlin unterwegs und arbeitete mit Szene-Koryphäen wie Schaufel & Spaten, Damion Davis und Pierre Sonality zusammen. Inzwischen ist er bei Deutschrap-Pate Xatar und dessen Kopfticker-Label gesignt und verbindet dort feinste Kleinganoven-Storys mit staubtrockenen Bumm-Tschack-Beats. Und auch auf dem splash! 20 wird der selbsternannte „Kush Hunter“ mit seiner (genauso benannten) neuen Platte die Menge einheizen – sicherlich auch mit wohlriechenden Kräutern aus dem eigenen Stack. Aber natürlich auch mit Rhymes.


Witten Untouchable

Mit ihrer leidenschaftlichen Mischung aus ehrlichem Rap-Handwerk, schonungslosem Realtalk-Songwriting und bedingungsloser Liebe zur HipHop-Kultur haben sich Lakman, Kareem und Mess auf Rooqs Sample-Monumenten in den letzten drei Jahren zur Speerspitze des deutschen Rap-Undergrounds gespittet. Kein Gimmick-Klamauk um Deluxe-Boxen, keine ironischen Nonsense-Raps und Social-Media-Peinlichkeiten, nur Musik und die tiefe Verwurzelung in der HipHop-Kultur. So wirkt der (nicht immer) nüchterne Reality-Rap des Quartetts in diesem überdrehten Trash-Rap-Schlaraffenland fast staatenlos. Die logische Konsequenz: ihr zweites Album nennen die Vier gleich mal eben „Republic of Untouchable“. Und wenn WU 2017 also tatsächlich eine Republik ausrufen, dann ist diese Message wohl kaum wirkungsvoller zu inszenieren, als in der stählernen Kulisse von Ferropolis. Mit anderen Worten: Rap-Musik ist Live-Musik.


Estikay

Der charmante Partyboy debütierte jüngst mit seinem Album „Auf Entspannt“ über Sidos Label Goldzweig und, entgegen aller Bonzenkinder-Klischees wie Vorschusslorbeer-Vorbehalte, heimsten seine lausbübische Aufschneider-Delivery und die gerne auch mal selbstironischen Lebemann-Tales wie selbstverständlich Klicks und Streams im Millionenbereich ein. In eleganter Balance zwischen der Pop-Leichtfüßigkeit eines Cro und der erdigen Boom-Bap-Umgebung eines 90s-Rap-Fans weitet Estikay seinen Rumtreiber-Rap im Jahr 2017 nun final auch auf bühnentaugliche Breitenwirkung aus und bespielt, na klar, erstmals auch fürs splash!-Publikum – call it Ritterschlag. Entsprechend motiviert stellt der Hamburger mit „EC-Karten-Flow“ auf der Familienfeier-Ode „Die Jungs dabei“ derweil schon mal klar, was er in er Stadt aus Eisen zu tun gedenkt: „Am Türsteher vorbei, wir steh’n auf Liste plus zehn/Wir kommen mit Horde, machen Action ohne Rücksicht zu nehm’n“. Aber bitte unbedingt!


FknSkz & Chari Crack (Berg Money Gang)

Von der Cloud in die Crowd: als Teil des internationalen Rap-Kollektivs (Österreich, Deutschland) Berg Money Gang sind Chari Crack und FknSkz exemplarische Zöglinge der YouTube-School. Größtenteils in den Schlupflöchern des Internets sozialisiert wie künstlerisch gewachsen und haben sich die zwei Berliner Auto-Tune-Crooner auf den trappigen Synthie-Bombasten von Einsnulleins, Asadjohn oder mdmx just über das Mixtape-Release „April“ eine Fanbase erspittet, die über Twitter- und Soundcloud-Reichweite hinausreicht. Auf ihrem gemeinsamen Song „Bleib in Bewegung“ heißt es etwa: „Fuck mich nicht ab, sonst ficke ich dich in der Trap/ Und du dachtest, mich gibts nur im Internet.“ Denn neben ihrem sorglosen Grenzgänger-Swag und der nötigen Portion Größenwahnsinn, verfügt das Duo auch über ausgewiesenen Live-Skills, die atemlos den Homerecording-Charme in eine mitreißende Live-Show verwandeln können. Diagnose: Turn-Up-Syndrom.


King Eazy

King Eazy ist einer dieser Jungs, die als Digital Natives ihre Fans online an sich gebunden haben – und abseits von den etablierten Strukturen und Medien sich eine Fanbase aufgebaut haben, welche die von einigen vorgeblich „bekannten“ Künstlern problemlos in den Schatten stellt. Der junge Lüneberger schreibt schon seit einigen Jahren seine tiefenentspannten, vom transatlantischen Vibe inspirierten Songs, aber spätestens seit 2015 bekommen das auch verdammt viele Kids mit. Im Januar veröffentlichte er sein Debütalbum „Kingvasion“ bei Punchline, dem Label von Aggro-Berlin-Gründer Spaiche, auf dem auch Eko Fresh gesignt ist.