splash! Festival 20

6-9 Juli 2017
Ferropolis

splash! Festival 20

6-9 Juli 2017

splash! Festival 20

6-9 Juli 2017 •••

Sido, Post Malone, Gucci Mane und LGoony

Unser liebstes Festival besorgt Crowd Pleasing auf allerhöchstem Niveau, so wie es sich gehört. Auf dem splash! 20 darf man gleichermaßen die „Black Beatles“ um Rae Sremmurd und Gucci Mane genießen als auch nebenher mit dem Kopf zu Sido und das Mädness-Döll-Bruderpaar zu nicken. Dazu präsentieren wir geballte Newcomer-Power in Auftrittsform von Lil Yachty, LGoony, Woodie Smalls und vielen mehr. Die Tickets fürs splash! 20, das vom 6. bis zum 9. Juli in Ferropolis steigt, werden immer knapper, gibt’s aber (noch) hier.


Sido

Kaum ein Deutschrap-Künstler hat so eine Wandlung zeit seiner Karriere durchgemacht, wie er. Und wohl überhaupt gar kein Deutschrap-Künstler ist sich dabei so treu geblieben, wie Sido. Authentizität war und ist das höchste Gut im Schaffen des Berliners, egal ob als maskierter Straßenjunge aus dem Block oder als besonnener Lyricist, der in den großen Hallen des Landes verschiedenste Altersgruppen vereint. Nach 12 Jahren kehrt Sido zurück auf die splash! Bühne – und wir wünschen uns für seine Rückkehr, das er genauso unangepasst und rotzig performt, wie eh und je. „Uns HipHopper halten keine Zäune!“, rappte er einst im Verbund mit Harris. Das gilt auch 2017. Siggie Smallz bewahrt die Haltung.


Gucci Mane

Was war das für ein Jahr für Gucci Mane? Mitte des Jahres 2016 kommt er nach zwei Jahren Haft wegen unerlaubtem Waffenbesitz aus dem Gefängnis frei und bis zum Ende des Jahres folgen gleich drei Veröffentlichungen, »Everybody Looking«, » Woptober« und »East Atlanta Santa«, mit illustren Gästen wie Drake, Kanye und Travis Scott. Quasi Nebenbei gelingt ihm mit seinem Gastbeitrag auf »Black Beatles« von Rae Sremmurd seine erste Nummer-Eins-Single in den amerikanischen Billboard-Charts. Fokussierter und fitter hat die Welt Guwop noch nie gesehen. Auf Twitter schwört Gucci den Drogen ab und scheinbar hat er auch den Gucci-Bauch hinter Gittern gelassen. Aus Ost-Atlanta kommen nur positive Vibes. Und Instagram-Fotos in Radler Hosen. Radwege gibt es auch auf dem splash!-Gelände genüge. Und zum Glück auch noch die eine oder andere Bühne, die er mit seinen unzähligen Hits aus der Trap bespielen kann.


LGoony

Seitdem LGoony anno 2015 mit dem „Spacetape“, dem „Grapetape“ und dem Mammut-Kollabo-Mixtape „Aurora“ der Deutschrap-Industrie weitläufige Nachthimmel-Beats, krächtzige Spaßvogel-Adlibs und vor allem jede Menge Swagger ins öde Getriebe warf, gab es kaum eine Lichtgestalt, die dermaßen bejubelt, beschimpft und gleichermaßen bewundert wurde. Auch das aktuelle Release „Intergalactica“ lässt VWL-Studenten wie Vollzeit-Hustler unter seinen zahlreichen Ohrwurm-Hooks und Lightcore-Instrumentals hypnotisiert und endlich einig zurück. Nach einem denkwürdigen splash!-19-Finale, dürfte der Slot des GUDG-Zöglings beim zwanzigsten splash! überwältigend, swaggy und mindestens majestätisch werden. Schließlich befinden sich in seinem „Katalog nur Hits/Bitches gehen in Deckung, Oida – Taylor Swift“.


Post Malone

Von null auf hundert und das verdammt schnell: Zwischen Soundcloud-Gold für das inzwischen zu Megahit mutierte »White Iverson« und einer Tour als Eröffnungs-Act für Justin Bieber liegt gerade mal ein Jahr für Austin Richard Post aus Grapevine, Texas. Mit „November 26th“ veröffentlichte er im selben Zeitraum auch gleich ein Mixtape und kann auf prominente Unterstützung zählen: 50 Cent, Young Thug und Kanye West – alle wollen mit dem Basketball-affinen Country-Boy zusammenarbeiten. Sein Debütalbum »Stony« ist mehr Pop-Platte als Untergrund-Klassiker und als solches auch direkt in den Billboard Top 10 eingestiegen. Zum Einstand auf dem splash! 20 kann man also mit dem ein oder anderen emotionalen Moment rechnen.


Mädness & Döll

Er und sein Bruder sind das sympathischste und musikalisch dopeste Brüderpaar seit Chris und Mar von den Stieber Twins. Das steht schon seit bald zehn Jahren fest. Nur hat es viel zu lange gedauert, bis sich die beiden dann auch wirklich mal gemeinsam hingesetzt haben, um ein Projekt zusammen auf die Beine zu stellen. Nach unzähligen gemeinsamen Gigs, aber spärlich gesäten Kollabo-Songs, veröffentlichen Mädness und Döll im März ihr erstes gemeinsames Album, produziert von Normalo Yassin und Sample-Fetischist Torky Tork. Klar, dass die Beiden auch auf dem splash! 20 performen werden. Beide haben unsere Bühnen schon mehrfach dominiert, Mädness sogar zweimal als Moderator der Hauptbühne. Diesmal gibt’s die beiden komprimiert auf einer Stage – und zwar mit einer Menge neuer Songs.


Takt32

Die musikalischen Einflüsse von Takt32 reichen von Amerika über Frankreich und enden bei Westberlin Maskulin und Aggro Berlin. Vier Jahre lebte der Berliner in St. Louis und ein Jahr in Paris. Dies beeinflusste nicht nur seinen Sound, sondern auch seine Weltansichten. Durch das Format Rap am Mittwoch machte er erstmals von sich reden. Inzwischen hat er die Battlerap-Welt weitesgehend hinter sich gelassen und Ende 2016 sein zweites Album „ID“ veröffentlicht. Seine Texte sind auffällig geprägt von dem, was er auf den Straßen gesehen und erlebt hat – und von seinem Frust gegenüber gesellschaftlicher Missstände.


Lil Yachty

Sein Bühnen-Debüt gab er bei der ikonischen „Yeezy Season 3“, sein internationaler YouTube-Hit „1 Night“ swaggert sich aus post-modernen Internet-Kollagen und Off-Beat-Delivery an traditionellen Rap-Konventionen sing-sangend vorbei und sein Mixtape „Lil Boat“ dominierte trotzdem alle Auskenner-Bestenlisten des vergangenen Jahres. Denn Lil Yachty und sein Sailing Team realisieren in beinahe traditioneller Südstaaten-Manier den DIY-Gedanken. Mit kindlicher Naivität, enthusiastischem Ehrgeiz und dem, was man seit LGoony auch hierzulande als Swag bezeichnen kann, hat sich Miles McCollum in nicht einmal zwei Jahren zur Speerspitze seines Jahrgangs genuschelt. Wie überzeugend der umstrittene Newcomer in Sachen Live-Performance ist? Wir wissen es nicht – und genau deswegen freuen wir uns auf Lil Boat so sehr.


Woodie Smalls

Belgien ist nicht gerade die Nation, aus der man sich viel herausragenden HipHop-Output erwartet – das diesjährige splash!-Line-up belehrt uns eines besseren. Neben Gang The Label überzeugt uns auch Woodie Smalls. Der junge Belgier liefert satten BoomBap mit 90s-Vibe und mächtig guter Stimmung. Wer sich sonst von Tyler, The Creator, Joey Bada$$ und Co. verwöhnen lässt, findet bei Woodie genau das Richtige. 2015 brachte er mit „Soft Parade“ sein Debütalbum auf den Markt und zog vergangenes Jahr mit „Space Cowboys“ nach. Belgische Radiosender hat er mit seinen laid back Tunes schon längst im Griff, nun will er ganz Europa mit seinen infizieren – und wo sollte er damit anfangen, wenn nicht auf dem splash! 20?